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Supercomputing für die Automobilindustrie

02.08.2008 – Ob es um das Thema Leichtbau geht oder um die Entwicklung leiser, verbrauchs- und schadstoffarmer Fahrzeuge - in der Automobilindustrie sind heute rechnergestützte Simulationsmethoden zur Produktentwick¬ung und Optimierung unverzichtbar. Wissenschaft und Wirtschaft haben jetzt auf diesem Feld eine Zusammenarbeit gestartet und das Automotive Simulation Center Stuttgart (ASCS) gegründet. Gerechnet wird auf den Supercomputern des Höchstleistungs-rechenzentrums (HLRS) der Uni Stuttgart.
Die Arbeitsfelder des neuen Zentrums reichen von Energieeffizienz und Kohlenstoffdioxid-Minimierung bis zu Sicherheitsaspekten oder der Feinstaubreduktion. Neue Simulationsmethoden sollen den Weg vom Entwurf zum Produkt verkürzen und so die Innovationsgeschwindigkeit erhöhen. „Simulation kann zum Beispiel bei der Optimierung des Energiemanagements des Gesamtfahrzeugs oder der Gewichtsreduktion entscheidende Beiträge liefern", erwläutert Ulrich Mellinghoff von Daimler.

Neben Daimler gehört die Universität Stuttgart zu den 13 Gründungsmitgliedern des ASCS. „Die Universität Stuttgart bringt Know-how von mehreren Seiten ein: Neben dem Höchstleistungsrechenzentrum ist auch der neue Exzellenzcluster zur Simulationstechnologie (SimTech) einbezogen" fasst Rektor Wolfram Ressel die wichtigsten Beiträge der Universität zusammen. Weitere Gründungsmitglieder des Zentrums sind das Forschungsinstitut für Kraftfahrwesen und Fahrzeugmotoren Stuttgart (FKFS), die Autobauer Porsche und Opel sowie die Zulieferfirma Karmann. Hinzu kommen die IT-Unternehmen Cray, INTES, Altair Engineering, Abaqus Deutschland, DYNAmore und Engineous Software. Neben weiteren Automobilfirmen, Zulieferern und Computerherstellern hat auch das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) seinen Beitritt angekündigt.
Mit von der Partie ist auch das Virtual Dimension Center Fellbach (VDC), eines von 14 Kompetenzzentren der Region Stuttgart. Das 2002 auf Initiative der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart (WRS) gegründete VDC verfügt über große Erfahrung im Aufbau von Unternehmensnetzwerken. „Diese Erfahrung bringen wir insbesondere in der Aufbauphase in das ASCS ein", sagt VDC-Geschäftsführer Jens Mohrmann. „Unsere Aufgabe sehen wir außerdem darin, die Arbeitsergebnisse des ASCS wie neu entwickelte Methoden oder Softwareprodukte den kleinen und mittleren Unternehmen der Region Stuttgart zugänglich zu machen."

Quelle: Magazin Wirtschaft IHK