20.06.2008 – (kaja)- Wer Klok hört, denkt gemeinhin eher an einen berühmten Magier als an Logistik. Das soll sich ändern - zumindest in der Region Stuttgart. Denn die Abkürzung „Klok" steht für einen neuen Verein, den Ludwigsburg und Kornwestheim gemeinsam mit Region und Industrie gründen möchten.
Der.Verein wird in der Region Hauptansprechpartner sein für alle Fragen, die mit dem Thema Logistik - sprich dem Warentransport auf Straße und Schiene - zu tun haben und er gilt als Bindeglied zwischen allen Organisationen und Einrichtungen, die sich mit dem Thema beschäftigen. Ziel des Vereins wird es unter anderem sein, Logistiklösungen fiir die Region und darüber hinaus zu erarbeiten.
Der Verein „Klok - Kooperationszentrum Logistik e.V." ist Nachfolger des Kompetenzzentrums Logistik, einer Tochtergesellschaft der Stadt Kornwestheim. Diese löst die Gesellschaft jedoch auf, da die seit ihrer Gründung im Jahr 2000 ein Verlustgeschäft war (wir berichteten). Im Juli soll der neue Verein an den Start gehen. Und Ludwigsburg wird ebenso darin vertreten sein wie Kornwestheim. Die beiden Städte sind die einzigen Kommunen bei Klok. Weitere Mitglieder: Die Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH, der Verband Spedition und Logistik Baden-Württemberg, die Universität Stuttgart, der Landesverband der Baden-Württembergischen Industrie sowie der Hafen Stuttgart.
Wer welche Arbeiten innerhalb des Vereins übernehmen wird, ist noch nicht geklärt, erläuterte Ludwigsburgs OB Werner Spec am Dienstagabend den Stadträten im Ausschuss Wirtschaft, Kultur und Verwaltung CWKV).
Hoffnung auf GVZ?
„Heute geht es mehr um ein politisches Signal in Richtung Komwestheim, dass Ludwigsburg als Nachbarkommune einsteigt."
Ganz ohne finanzielle Auswirkung auf den städtischen Haushalt allerdings wird diese Mitgliedschaft nicht sein. Mit 12 500 Euro schlägt sie jährlich zu Buche. Für Ludwigsburg - durch die bestehende Infrastruktur ein „hervorragender Standort fiir vieie Bereiche der Logistik" - sei ein Sitz bei Klok sehr sinnvoll, betonte Spec.
Dem hatten auch die Stadträte nichts entgegenzusetzen. Aber sie machten auch keinen Hehl daraus, dass sie mit der Zustimmung auch eine Hoffnung verbinden: Dass vielleicht eines Tages doch noch eine Einigung in Sachen Güterverkehrszentrum (GVZ) in Kornwestheim, erzielt werden kann. Zur Erinnerung: Die Nachbarstadt hatte sich gegen das 70 bis 100 Hektar große Zentrum samt Rangierbahnhof ausgesprochen - weil die Bahn ihre Flächen auf dem Areal nicht für das GVZ zur Verfügung stellte (wir berichteten).
Denn - das betonte auch Ludwigsburgs Oberbürgermeister: Klok werde sich nicht nur um die Belange der Logistik auf den Straßen kümmern. Man werde sich auch Gedanken darüber machen, wie die Balinlinien eingebunden werden können.
(Quelle: Ludwigsburger Kreiszeitung)