05.02.2009 – Verpackungsindustrie trifft sich im Waiblinger Kompetenzzentrum „PEC“
Plattform für den Austausch über neuste Trends
Die Verpackungsindustrie will immer rascher auf die individuellen Bedürfnisse ihrer Kunden eingehen, damit immer kürzere Produktzyklen verwirklicht werden können. Im „Packaging Excellence Center“ (PEC) in Waiblingen haben sich am Donnerstag, 22. Januar 2009, Unternehmensvertreter aus der Verpackungs- und Automatisierungstechnik zum Dialog über Trends im Verpackungsmaschinenbau und bei der Komponentenherstellung ausgetauscht. Das erst kürzlich in Waiblingen gegründete Kompetenzzentrum PEC veranstaltete für seine Mitglieder das Forum „Trends in der Verpackungstechnik“, um sich zu Beginn des Jahres über aktuelle Entwicklungen des Marktes auszutauschen.
Wie bedeutend die Orientierung eines Unternehmens an den Bedürfnissen seines Marktes ist, verdeutlichte das rege Interesse an dem vom Packaging Excellence Center für seine Mitglieder veranstalteten Forum: mehr als 60 Teilnehmer aus der Verpackungs- und Automatisierungstechnik hatten die Einladung wahrgenommen. Uwe Hafner, Leiter von „Business Development für Verpackungsmaschinen weltweit“ in der Siemens AG, verdeutlichte die Herausforderungen des Marktes aus Sicht der Komponentenhersteller: „Standen zum Jahrtausendwechsel noch die Modularisierung und Einführung der Servoantriebstechnik im Vordergrund, so sind heute zunehmend Standardisierung und mechatronische Ansätze gefragt.“ Dies führe zu flexibleren und schneller zu entwickelnden Maschinen mit geringerer Komplexität. „Der Trend wird aber weitergehen zum vollständigen digitalen Engineering von Prototypen und der verstärkten Betrachtung von Total Cost of Ownership-Aspekten“ meinte Hafner. Nur so ließen sich immer kürzere Produktzyklen mit schnellem „Time-to-Market“ und Anforderungen an noch höhere Produktivität erreichen.
Wohin sich der Markt der Verpackungsmaschinenhersteller entwickelt, zeigte Prof. Dr. Bernd Wilke, Leiter Forschung & Vorausentwicklung der Robert Bosch GmbH, Geschäftsbereich Verpackungstechnik, auf. Um auf aktuelle Entwicklungen vorbereitet zu sein, würden im Rahmen eines systematischen Innovationsprozesses Projekte initiiert, denen eine hohe langfristige Bedeutung beigemessen werde. Dabei würden sowohl Markt- als auch Technologieentwicklungen analysiert. Die Spannbreite dieser dargestellten Projektthemen reiche von der Entwicklung energieeffizienter Systeme bis hin zu erforderlicher Flexibilisierung und Modularisierung im Maschinenbau. Auch neue Technologien wie das Ultraschallschweißen, das erhebliche Einsparungen beim Verpackungsmaterial bei kürzeren Verarbeitungszeiten verspricht, wurden diskutiert. Außer diesen Technologien wurden aber auch intelligente Verpackungslösungen vorgestellt, die die Anforderungen der Verbraucher nach mehr Bequemlichkeit erfüllen.
Das maßgeblich von der Stadt Waiblingen unterstützte „Packaging Excellence Center“ – Kompetenzzentrum für Verpackungs- und Automatisierungstechnik – vernetzt in der Region die relevanten Knowhow-Träger aus Wirtschaft und Wissenschaft und trägt dazu bei, im Verpackungsmaschinenbau noch mehr Profil zu gewinnen. Ziel des PEC ist es, die innovativen Kräfte der Region effektiver zu bündeln, um dadurch mehr Synergien auszuschöpfen und effektivere Beiträge zur schnelleren Umsetzung von Forschungsergebnissen in marktfähige Produkte zu leisten.
Informationen über das PEC und seinen Mitgliedsunternehmen sind unter
www.packaging-excellence.de erhältlich.
Quelle: Staufer Kurier, Amtsblatt der Stadt Waiblingen