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Logistik-Trägerverein soll Ende Juli stehen

20.06.2008 – KORNWESTHEIM. Das Kompetenzzentrum Logistik (Klok) befindet sich nun in der Liquidation. Helmuth Haag von der Wirtschaftsförderung der Region Stuttgart ist aber zuversichtlich, dass sich der Nachfolge-Trägerverein noch vor der Sommerpause gründet

Von Susanne Mathes und Kathrin Haasis

Kleinere und mittlere Unternehmen in der Region Stuttgart bei Fragen rund um die Logistik zu unterstützen und zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts Region Stuttgart beizutragen: das soll der Verein Klok Kooperationszentrum Logistik tun, wenn er denn einmal gegründet ist. Dass das noch Ende Juli wahr werden könnte, damit rechnet Helmuth Haag, der Leiter des Geschäftsbereichs Standortmarketing und Sprecher bei der Wirtschaftsförderung der Region Stuttgart.

Der Satzungsentwurf für den Trägerverein, der die Arbeit der Kornwestheimer städtischen Tochter Klok weiterführen soll, liegt inzwischen vor, muss aber noch von einigen Kommunen und Verbänden verabschiedet werden, die am Beitritt interessiert sind. Er sieht unter anderem einen Mitgliedsgrundbeitrag von 500 Euro vor. Jedes Mitglied kann aber mehr zahlen - maximal das 50-Fache. Je mehr ein Mitglied bezahlt, desto mehr Stimmrechte hat es in der Mitgliederversammlung - gerechnet wird in 500-Euro-Schritten. Wer den Höchstmitgliedsbeitrag von 25 000 Euro pro Jahr entrichtet, hat 50 Stimmen. Das werden die Stadt Kornwestheim und die Wirtschaftsförderung der Region Stuttgart sein, die jeweils den Höchstsatz zahlen wollen.

Die Stadt Ludwigsburg will mit einem Jahresbeitrag von 12 500 Euro einsteigen, unter anderem, um einen Sitz im Vereinsvorstand zu erhalten - wie auch Kornwestheim und die Wirtschaftsförderung der Region. „Es ist angedacht, dass diejenigen, die deutlich mehr zahlen, im Vorstand vertreten sind", sagt Helmuth Haag.

Im Ludwigsburger Ausschuss für Wirtschaft, Kultur und Verwaltung des Gemeinderats wurde der Beitritt zum Klok-Verein jetzt gutgeheißen. Es sei ein politisches Signal, dass Ludwigsburg bereit sei, sich mit einzubringen, sagte der Oberbürgermeister Werner Spec. Elke Kreiser (CDU) und Eckart Botin (SPD) bezeichneten den Verein als wichtiges Projekt. Reinhardt Weiss (Freie Wähler) äußerte die Hoffnung, dass man vielleicht auch eine gemeinsame Lösung für das Güterverkehrszentrum finde. Für Volker Heer (FDP) hingegen läuft ein Ludwigsburger Beitritt zum Klok-Verein unter dem Stichwort „ein Zeichen des Goodwills.

Gute Gründe, mit von der Partie zu sein, sieht die Ludwigsburger Verwaltung mehrere. Das Doppelzentrum Ludwigsburg/Kornwestheim sei durch Lage, Anbindungen und Infrastruktur ein hervorragender Logistikstandort. Umso wichtiger sei es, mit einer erfahrenen Einrichtung verbunden zu sein, die Ansiedlungswünsche von Logistikern „auf ihren Beitrag zu einer kohärenten Standortpolitik im Sinne der Stadt und der Region überprüfen kann", argumentiert die Ludwigsburger Verwaltung.

Die Klok GmbH habe auch in der prakti-schen Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Kommune vermittelt, etwa bei der Aufrechterhaltung des städtischen Industriegleises in Kornwestheim. An solchen Erfahrungen wolle Ludwigsburg partizipieren, so die Verwaltung. Überdies: eine laufende Zusammenarbeit ermögliche die Entwicklung einer interkommunalen Standortpolitik, be-sonders mit Kornwestheim.

In Kornwestheim selbst soll der Satzungsentwurf am 17. Juli im Verwaltungs- und Finanzausschuss, am 22. Juli im Gemeinderat beschlossen werden. „Bei uns brennt da nichts mehr an, unsere Beteiligung stand ja von Anfang an fest", sagt der Bürgermeister Michael Kopple. Die in Liquidation befindliche Klok GmbH bearbeite noch einen größeren Auftrag, „in den der Verein dann einsteigen würde". Neue Aufträge würden aber zurzeit nicht mehr akquiriert.

(Quelle: Stuttgarter Zeitung)