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Kompetenzzentrum schreibt schwarze Zahlen

27.01.2009 – Ohne größere Aufregungen hat sich das Kompetenzzentrum für virtuelle Dimensionen in Fellbach im vergangenen Jahr entwickelt. Geschäftsführer Jens Mohrmann kann sogar einen bescheidenen Jahresüberschuss vorweisen.

„Das Kind hat sich prächtig entwickelt", sagt der Erste Bürgermeister Günter Geyer über den Jahresbericht für das Virtual Dimension Center (VDC), der von Geschäftsführer Jens Mohrmann im Verwaltungsausschuss des Gemeinderats vorgestellt wurde. Zumindest hat das Kompetenzzentrum im vergangenen Jahr kein Defizit erwirtschaftet, sondern sogar einen Jahresüberschuss: 12,78 Euro. Weitere Zuschüsse oder Tilgungsstreckung musste Mohrmann ebenfalls nicht beantragen, das Ergebnis wertet er als schwarze Null. Und das Darlehen bei der Stadt Fellbach wird planmäßig getilgt.
Inhaltlich tritt das VDC allerdings überhaupt nicht auf der Stelle. EU-geförderte Projekte laufen erfolgreich, im vergangenen Jahr hat das VDC deshalb eine aus öffentlichen Mitteln finanzierte Stelle besetzt, die sich rein um die Anwerbung von Projekten kümmert. Das komme auch kleinen und mittleren Unternehmen in der Region zugute, sagte Mohrmann, die könnten leichter in Projekte integriert werden. Außerdem sei es erstmals gelungen, zwei Projekte auf Bundesebene zu akquirieren. Der technische Geschäftsführer Christoph Runde habe sich hervorragend eingefügt und leiste als „inhaltlicher Kopf" des VDC gute Arbeit. Er führt Beratungsgespräche für mittelständische Firmen, veröffentlicht Fachbeiträge, hält Vorträge und betreue Diplomarbeiten. Die beispielsweise den Industriepreis der Hochschule Esslingen gewonnen haben. Die Zahl der Mitglieder ist im vergangenen Jahr weiter gestiegen auf jetzt 57 Firmen und Institutionen. Für 2009 erwartet der Geschäftsführer ein „weiteres organisches Wachstum". Im Jahr 2010 wird dann der Gemeinderat über die weitere strategische Entwicklung des Kompetenzzentrums entscheiden.
Im Verwaltungsausschuss wurde der Bericht wohlwollend aufgenommen. Der Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler und Freidemokraten, Ulrich Lenk, schwang sich sogar zu einem Lob auf: „Von der Einrichtung geht eine gewisse Strahlkraft aus", sagte der Leiter der Kaufmännischen Schule Waiblingen anerkennend. Auf Anfrage des CDU-Fraktionsvorsitzenden Hans-Ulrich Spieth erklärte Mohrmann, die Mitgliedschaft zahlreicher Hochschulen sei durchaus sinnvoll. Das erleichtere den Wissenstransfer zwischen Grundlagenforschung und Wirtschaft. Daran hätten auch die Hochschulen und Universitäten großes Interesse.

Quelle: Fellbacher Zeitung