24.03.2011 – Der KLOK Kooperationszentrum Logistik e.V. hat am 24. März 2011 in Kornwestheim seine Jahresmitgliederversammlung abgehalten. Der Vorstandsvorsitzende Dr. Walter Rogg, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart, stellte fest, dass das Jahr 2010 „außerordentlich erfolgreich“ verlaufen sei. Das ursprünglich rein regional ausgerichtete Kompetenzzentrum habe nicht nur seine europaweiten Aktivitäten weiter ausgebaut, sondern koordiniere mit seinen Partnern mittlerweile landesweit die logistische Kompetenz.
Im Jahr 2010 hat der KLOK e.V. wie in den Vorjahren die Sekretariatsaufgaben für das Netzwerkes “Open ENLoCC” wahrgenommen. “Open ENLoCC” ist ein offenes Netzwerk von Logistik-Kompetenzzentren, mit derzeit 16 Zentren aus 10 europäischen Ländern. Die Mitglieder des Open ENLoCC–Netzwerkes teilen ihre Erfahrungen, besonders in logistischen Problemstellungen, die zwischen Wirtschaft, Verwaltung und Politik diskutiert werden, und arbeiten in gemeinsamen Projekten zusammen. KLOK ist das Sekretariat dieses Netzwerks, das im Jahr 2010 in Stuttgart und Kornwestheim zu Gast war.
Der von KLOK organisierte Arbeitskreises Gütermobilität der Region Stuttgart behandelt regelmäßig Themen rund um den Güterverkehr der Region. Teilnehmer sind neben Vertretern der Transportwirtschaft besonders Mitarbeiter von Ministerien und Verwaltungen. Dabei wird jeweils ein aktuelles Thema vorgestellt und möglichst umfassend diskutiert.
Im Zusammenhang mit der Logistikmesse LogiMat wurde im Jahr 2010 außerdem der KLOKLogistikpreis an insgesamt 3 Preisträger vergeben.
Seit Juli 2009 arbeitet der KLOK e.V. im Auftrag der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart (WRS) aktiv im Projekt CASTLE mit. Es soll die politischen Strategien für Verkehr und Logistik verbessern und damit den Bedürfnissen der Regionen besser entsprechen. Das Projekt wird im Rahmen des EU-Programms „Interreg IVC“ unterstützt.
Seit Juli 2009 ist der KLOK e.V. im Auftrag der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart (WRS) im Projekt „TRANSITECTS“ („Transalpine Transport Architects“) engagiert, das sich mit der umweltfreundlichen Anbindung des süddeutschen Wirtschaftsraums an Norditalien und die Mittelmeerhäfen befasst. Im März 2011 waren in diesem Rahmen die Ligurischen Häfen in Baden-Württemberg zu Gast, um sich unter anderem als Transithäfen für schnelleren Ostasienverkehr zu präsentieren. Die zusammen mit dem baden-württembergischen Wirtschaftsministerium und der Region Stuttgart organisierte Veranstaltung zog über hundert Gäste an, ganz überwiegend aus der Logistik und der verladenden Wirtschaft Baden-Württembergs.
Im September 2010 erteilte das Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg KLOK den Zuschlag im Wettbewerb zur Schaffung eines landesweiten Logistik-Netzwerkes. KLOK wird dadurch Träger des Logistik-Netzwerks Baden-Württemberg („LogBW“). Damit hat der KLOK e.V. ab 2011 die Möglichkeit, die im Zusammenhang mit LogBW stehenden förderfähigen Aufwendungen bis Ende 2013 zu 50% aus dem Europäischen Fond für regionale Entwicklung (EFRE) rückerstattet zu erhalten. Der Förderbetrag ist in der Summe der drei Jahre auf maximal 500.000 Euro begrenzt.
2011 wird der weitere Aufbau des Logistik-Netzwerks Baden-Württemberg „LogBW“ großen Raum einnehmen. LogBW betreibt Geschäftsstellen in Kornwestheim (in den Räumen des KLOK e.V.) und in Mannheim (an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg, Standort Mannheim). Neben Messeauftritten steht die Wissensvermittlung zwischen Hochschulen und kleinen sowie mittleren Unternehmen im Vordergrund.
Das Projekt „C-Liege“ ist ebenfalls bereits genehmigt worden. „C-LIEGE“ steht für „Clean Last mile transport and logistics management for smart and Efficient local Governments in Europe“. Ziel ist, in sieben europäischen Pilotregionen jeweils ein Projekt zum innerstädtischen oder innerregionalen Güterverkehr zu etablieren. Für die Stadtregion Stuttgart geht es um die Frage des Vorhandenseins und des Nutzens dezentraler Schnittstellen zum Schienengüterverkehr. Gemeint sind also nicht die bekannten großen Infrastrukturen (intermodale Terminals in Kornwestheim und im Hafen Stuttgart), sondern die im inneren Bereich der Region vorhandenen oder sinnvollen Anschlussgleise und ihre Nutzung für den innerstädtischen Güterverkehr („City-Logistik“).
„Im Jahr 2011 werden die Aktivitäten für die Logistikbranche deutlich über denen des Vorjahres liegen“, so Dr. Rogg. „Besonders gut hat sich durch das landesweite Projekt ‚LogBW’ die Zusammenarbeit mit den Unternehmen entwickelt, die auch zunehmend direkt eingebunden werden. Hierzu trägt auch bei, dass wir auf Initiative und mit Unterstützung der Stadt Mannheim an der dortigen Dualen Hochschule eine weitere Geschäftsstelle eröffnet haben, zumal Mannheim ein europaweites Zentrum der Transportlogistik ist.“