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Gute Gründe, um mit dabei zu sein: Vorbereitungsphase für Klok-Trägerverein

19.06.2008 – Kornwestheim. In der Liquidation befindet sich jetzt das Kompenzzentrum Logistik Kornwestheim (Klok). Helmuth Haag von der Wirtschaftsförderung der Region Stuttgart ist aber zuversichtlich, dass sich der Nachfolge-Trägerverein noch vor der Sommerpause gründet.

Von Susanne Mathes und Kathrin Haasis

Kleinere und mittlere Unternehmen in der Region bei Fragen rund um die Logistik unterstützen und zur Stärkung des Wirtschaftsstandortes Region Stuttgart beitragen - das soll der Verein Klok Kooperationszentrum Logistik, wenn er denn einmai gegründet sein wird. Dass das noch Ende Juli wahr werden könnte, davon geht Helmuth Haag, Leiter des Geschäftsbereich Standortmarketing und Pressesprecher bei der Wirtschaftsförderung der Region Stuttgart, aus.

Der Satzungsentwurf für den Verein, der die Arbeit der Kornwestheimer städtischen Tochter Klok weiterführen soll, liegt inzwischen vor, muss aber noch von einigen am Beitritt interessierten Kommunen und Verbänden verabschiedet werden. Er sieht unter anderem einen Mitglieds-Grundbeitrag von 500 Euro vor. jedes Mitglied kann aber mehr zahlen - maximal das 50-Fache. Je mehr ein Mitglied berappt, desto mehr Stimmrechte hat es in der Mitgliederversammlung - gerechnet wird in 500-Euro-Schritten. Wer den Höchst-Mitgltedsbeitrag von 25 000 Euro pro Jahr entrichtet, hat 50 Stimmen. Das werden die Stadt Kornwestheim und die Wirtschaftsförderung der Region Stuttgart sein, die jeweils den Höchstsatz zahlen wollen.

Die Stadt Ludwigsburg will mit einem Jahresbeitrag von 12 500 Euro einsteigen, unter anderem, um einen Sitz im Vereinsvorstand zu erhalten - wie auch Kornwestheim und die Wirtschaftsförderung der Region. „Es ist angedacht, dass diejenigen, die deutlich mehr zahlen, im Vorstand vertreten sind", bestätigt Helmuth Haag.

Im Ludwigsburger Ausschuss für Wirtschaft, Kultur und Verwaltung wurde der Beitritt zum Klok-Verein jetzt gutgeheißen. Es sei ein politisches Signal, dass Ludwigsburg bereit sei, sich mit einzubringen, sagte Oberbürgermeister Werner Spec Elke Kreiser (CDU) und Dr, Eckart Bohn (SPD) bezeichneten den Verein als wichtiges Projekt, Reinhardt Weiss (Freie Wähler) äußerte die Hoffnung, dass man vielleicht auch eine gemeinsame Lösung fürs Güterverkehrszentrum finde. Für Dr. Volker Heer (FDP) hingegen läuft ein Ludwigsburger Beitritt zum Klok-Verein unter dem Stichwort „ein Zeichen des Goodwill".

Gute Gründe, mit von der Partie zu sein, sieht die Ludwigsburger Verwaltung mehrere. Das Doppelzentrum Ludwigsburg/Kornwestheim sei durch Lage, Anbindungen und Infrastruktur ein hervorragender Logistik-Standort. Umso wichtiger sei es, mit einer erfahrenen Einrichtung verbunden zu sein, die Ansiedlungswünsche von Logistikern „auf ihren Beitrag zu einer kohärenten Standortpo¬litik im Sinne der Stadt und der Region überprüfen kann", argumentiert die Verwaltung. Die Klok GmbH habe auch in der praktischen Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Kommune vermittelt, etwa bei der Aufrechterhaltung des städtischen Industriegleises in Kornwestheim. An solchen Erfahrungen wolle Ludwigsburg partizipieren, so die Verwaltung. Überdies: Eine laufende Zusammenarbeit ermögliche die Entwicklung einer interkommunalen Standortpolitik, besonders mit Kornwestheim.

In Kornwestheim selbst soll der Satzungsentwurf am 17. Juli im Verwaltungs- und Finanzausschuss, am 22. Juli im Gemeinderat beschlossen werden. „Bei uns brennt da nichts mehr an, unsere Beteiligung stand ja von Anfang an fest", sagt Bürgermeister Michael Kopple. Die in Liquidation befindliche Klok GmbH bearbeite derzeit noch einen größeren Auftrag, „in den der Verein dann einsteigen würde". Neue Aufträge würden aber derzeit nicht mehr akquiriert.

(Quelle Stuttgarter Zeitung / Stuttgarter Nachrichten Lokalteil)