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02.11.2017

Ausgebuchtes Wochenend-Symposium des Deutschen Zentrums für Satelliten-Kommunikation e.V. (DeSK) findet zum 9. Mal im Haus Steinheim statt.

Schüler/-innen aus 11 Gymnasien der Region haben an der Veranstaltung teilgenommen – Zuspruch steigt stetig.

Bild II Experimente-Session mit Tesat

Erkan Kalafatci, Ausbilder DHBW-Studenten von Tesat-Spacecom , beweist den interessierten Teilnehmern bei einer Experimente-Session, dass lautstarke Explosionen im Weltall, wie in Science-Fiction Filmen dargestellt, physikalisch nicht möglich sind.

Wie kann es nach dem Abitur weitergehen? Eine Frage, die sich viele junge Menschen ab der 10./11. Klasse an Gymnasien stellen. Seit nunmehr 9 Jahren informiert das DeSK Schüler/-innen aus der Region über mögliche Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten im Bereich der Satellitenkommunikationsbranche während des sogenannten Wochenend-Symposiums. Dieses fand am 27./28. Oktober 2017 im frisch renovierten Haus Steinheim erneut statt. Diverse Vorträge werden dabei mit anschaulichen Experimente-Sessions aufgelockert, welche von Tesat Spacecom und Signalhorn Trusted Networks zur Verfügung gestellt und betreut werden.

Die Experimente widmen sich unter anderem Themen wie z.B. Verhalten von Körpern im Vakuum, Raketenstart, Datenübertragung via Lasertechnologie und ‚Live-Versuch‘ Kommunikation zwischen Bodenstation – Satellit.

Bei einem der Experimente konnten die Schüler erleben, welchen Einfluss Vakuum auf verschiedene Materialen und Geräte hat. Der erste Versuchsteil erklärte das Verhalten von Schallwellen im Vakuum. Nachdem der Luftdruck in einer Glasglocke mithilfe einer Vakuumpumpe abgesenkt wurde, hörte man z.B. das Klingeln eines Weckers nicht mehr. Durch das fehlende Medium in dem sich Schallwellen ausbreiten können – die Luft – wurde das Klingeln erst wieder hörbar als die Glocke durch das Ventil wieder mit Luft geflutet wurde. Am praktischen Beispiel ließ sich hier sehr schön darstellen, dass es laute Kanonen- sowie Explosionsgeräusche im Weltall gar nicht gibt, was der ein oder andere ‚Star Wars‘-Fan etwas ernüchternd zur Kenntnis nahm.

Im nächsten Versuch wurde das Verhalten von Wasser bei zunehmend geringerem Luftdruck demonstriert. Während das Wasser noch in einem Moment aufgrund des geringer werdenden Drucks bei Raumtemperatur anfängt zu verdampfen, gefriert es aufgrund der entzogenen Wärme im nächsten Moment zu Eis. Eine schöne Geschichte hierzu war, dass es schwierig ist, sich auf dem Mount Everest ein hartgekochtes Frühstücks-Ei zu machen. Der Siedepunkt von Wasser liegt in diesen  Höhen bei etwa 70°C – da sich Wasser nicht weiter als bis zum Siedepunkt (ca. 70°C auf 8848m Höhe) erhitzen lässt und Eiweiß erst bei ca. 75°C richtig fest wird, gestaltet sich die Zubereitung dementsprechend schwierig. Die Vakuum-Versuche waren dabei nur eine von mehreren Versuchsreihen, welche die Umwelteinflüsse darstellen, denen Raumfahrtgeräte z.B. auf einem Satelliten ausgesetzt sind.

Der soziale Aspekt kam bei der 2-tägigen Veranstaltungsreihe ebenfalls nicht zu kurz: Die neu renovierte Bowlingbahn, das Billard-Zimmer sowie Schach-, Karten- und Dartspiele luden zum geselligen Beisammensein ein. Der DeSK-Vorstandsvorsitzende ließ es sich außerdem nicht nehmen, einige der Teilnehmer/-innen mit einem ‚Klavierkonzert‘ zu erfreuen.

Das breite Berufsfeld der Branche wurde durch Vorträge der Tesat-Spacecom GmbH, der Signalhorn Trusted Networks GmbH, der telent GmbH, der Thales Alenia Space GmbH und der Thales Electronic Systems GmbH veranschaulicht. Im Rahmen des Tesat-Vortrags wurde außerdem die Duale Hochschule Baden-Württemberg vorgestellt. Neben der Fachschaft Luft- & Raumfahrttechnik der Universität Stuttgart klärten sie die Teilnehmer über die unterschiedlichen Ausbildungswege auf.

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